Rundbrief Mai 2019

Sei getrost und unverzagt und mache es!
Fürchte dich nicht und lass dich nicht erschrecken!
Gott der Herr, mein Gott, wird mit dir sein und dich nicht verlassen,
bis du jedes Werk für den Dienst im Hause des Herrn vollendet hast.
1. Chronik 28:20

Liebe Freunde vom Amuka!

Der Vorstand des Kindergartens (Orge, Grace, Aaron, Antje, Davis, Robby)

In den letzten Wochen ist so viel passiert, dass wir das Schreiben dieses Rundbriefes immer wieder verschoben haben. Wir sind sehr, sehr dankbar, dass der Bau des Kindergartens jetzt überwiegend abgeschlossen ist. Es hat alles wunderbar geklappt mit Aaron Masaba als Bauleiter, der jeden Tag aus Mbale ins Dorf fuhr, Zementsäcke gezählt hat, Arbeiter ermahnte, Freundschaften im Dorf geknüpft hat und sogar zu Beerdigungen ging, was hier ganz wichtig ist. Er hatte „nebenbei“ etliche seelsorgerliche Gespräche, z.B. im Hinblick auf den Alkoholkonsum einzelner Arbeiter.

Wie Ihr auf den Bildern sehen könnt, ist der Kindergarten sehr schön geworden, auch wenn wir uns bemüht haben alles recht einfach zu belassen, z.B. haben wir keine Zimmerdecken eingezogen. Wir bedanken uns ganz herzlich für die Unterstützung des „Vereins zur Förderung von Kleinprojekten in Entwicklungsländern“ und der Rotarier aus Stade.

Wächterhaus mit Lagerräumen

Vorerst haben wir ein Gebäude mit zwei Klassenzimmern, ein Wächterhaus mit Lagerraum und alle von der Regierung vorgeschrieben Latrinen gebaut.

Eine kleine Küche wurde erstmal aus übriggebliebenen Pfosten und Brettern gebaut, wie Ihr sehen könnt wirklich „airconditioned“! Nun muss das Ge-lände gestaltet werden, insbesondere müssen Bäume und Gras gepflanzt und ein Spielplatz angelegt werden.

Latrinen für Kinder und Lehrer

Und natürlich müssen die Klassenräume noch mit Möbeln, Matten und Lern-und Spielmaterialien ausgestattet werden.

In Ermangelung eines IKEAs mussten wir uns anderweitig umsehen und stießen dabei auf eine ungeahnte Quelle: Das städtische Gefängnis! Hier werden von Gefangenen wirklich hochwertige Möbel nach eigenen Wünschen zeitnah(!!!) angefertigt und das alles bei sehr qualifizierter und freundlicher Beratung. Es ist nicht erlaubt, mit den Gefangenen Gespräche über ihre persönlichen Umstände zu führen, aber bei ihrem letzten Besuch dort konnte Antje ein Interesse an Neuen Testamenten feststellen. Wir haben einen „Probetisch“ anfertigen lassen, dazu kommen dann jeweils Plastikstühle für 5 Kinder, so dass eine Sitzgruppe je 45€ kosten wird.

Provisorische Küche

Alle geplanten Anschaffungen und den Bau des zweiten Blocks mit Büro/ Lehrerzimmer und dem dritten Klassenraum werden wir durchführen, sobald Geld dazu zur Verfügung steht.

Eine Tisch- und Stuhlgruppe

Wir sind sehr froh, dass diese neuen Gebäude nicht allein dem Kindergarten dienen werden, sondern der gesamten Dorfgemeinschaft. Die Dorfbewohner sind sehr stolz und dankbar, dass es jetzt in ihrem Dorf so schöne Gebäude gibt, das ist für sie ein ermutigendes Zeichen, dass Entwicklung geschieht. Für morgen (7.5.2019) haben wir den Umzug vom alten Projektgelände in den Kindergarten geplant. Wir werden das alte Gelände ganz aufgeben, da es finanziell gesehen nicht sinnvoll ist, zwei Standorte zu haben (z.B. braucht man immer auch Wächter) und da das Land dort nicht uns gehört. Somit werden der Bible Club und die Family Group dann auch auf dem neuen Gelände stattfinden.

Ende April hatten wir schon den ersten Workshop für Vorschullehrer aus 13 umliegenden Schulen in den neuen Räumen. Dazu kam Heidi von CFI (Christliche Fachkräfte International) aus der Nähe von Kampala für zwei Tage zu uns und unterrichte insgesamt ca. 40 Lehrer. Durch ihre Erfahrungen mit den 300 Kindergärten in Luwero, die von ihr betreut werden und ihre sehr wertschätzende Art, war Heidi eine große Bereicherung für alle und es wird gewünscht, dass sie wieder kommt.

Im letzten Rundbrief hatten wir ja geschrieben, dass wir für unsere Jugendlichen handwerkliche Ausbildungsmöglichkeiten suchen. Jonathan Khatoko und Antje sind herumgefahren und haben zwei potentielle Schule gefunden, eine von Amerikanern aufgebaut, eine von Briten. Wen von unseren Jugendlichen wir letztlich zur Ausbildung schicken werden, ist zur Zeit noch nicht klar, da wir von ihnen auch die Bereitschaft erwarten, sich zu ändern und gutes Verhalten zu zeigen.

Leider haben wir das Problem, dass ein Teil unserer Jugendlichen mit Eltern aufgewachsen ist, die Alkohol brauen und so selbst immer wieder trinken. Zwei von ihnen wurden besonders an unserem benachbarten Drinking Place gesehen. Wir haben immer wieder mit ihnen geredet und sie ermutigt, einen anderen Weg einzuschlagen. Dann sahen Jonathan und Antje eines Tages den Lehrer einer dieser Schulen
ebenfalls dort sitzen!! Menschlich gesehen kann man da nicht viel Hoffnung auf Veränderung in dieser Gegend haben, da das Problem des Alkoholismus sich so durch alle Bevölkerungsgruppen zieht, vom Ungeborenen über Alkohol-brauende Mütter und trinkende Väter bis zu den Ladenbesitzern, die unter der Theke Hochprozentiges verkaufen. Vor zwei Monaten haben wir zusammen mit einigen Mitarbeitern und Dorfbewohnern eine Gebetsgruppe begonnen, die sich durch Gebetstreffen und Hausbesuche bei Interessierten für eine geistliche Erneuerung einsetzt.

Tabitha

Gestern wurde Derrick Bwayo, eines unserer langjährigen Patenkinder, beerdigt. Er war gehörlos, spastisch gelähmt und wie wir immer mehr feststellten, geistig sehr eingeschränkt. Von seiner Mutter wurde er verstoßen. Woran er letztendlich starb, ist nicht wirklich klar. Seine Verwandten brachten ihn zwar ins Krankenhaus, aber es war nichts mehr zu machen. Bei der Beerdigung traf Antje Tabitha, die vor drei Jahren mit Hilfe von Amuka an einem Hirntumor operiert wurde.
Sie leidet seitdem unter Einschränkungen im Sehen, Hören, Mimik und Gehen, aber immerhin steht ihr Mann zu ihr und vor zwei Jahren bekam sie ihr drittes Kind.

Die nächsten Wochen werden für uns weiterhin sehr herausfordernd sein. Zwar wird Orge wohl nicht mehr ständig zum Bankautomaten laufen müssen, um Baugelder abzuheben, aber dafür wird er sich mit einem Budget für die Schule befassen müssen, d.h. herausfinden, wie wir mit den begrenzten, monatlich zur Verfügung stehenden, Spenden Gehälter bezahlen und den Kindergartenbetrieb aufrecht erhalten können. Außerdem muss unsere Solaranlage vom alten zum neuen Gelände mitgenommen werden und es stehen etliche administrative Aufgaben an.

Der zweite Term des Kindergartens beginnt am 27. Mai, bis dahin muss alles vorbereitet sein u.a. muss noch ein Schulleiter gefunden werden. Für den 28. Juni planen wir dann die offizielle Einweihung mit Vertretern aus dem Distrikt und einer Abgeordneten des ugandischen Parlaments.
Sehr freuen wir uns auf den Besuch unseres langjährigen Freundes Christian Linkert und seines Sohnes Johannes, die Ende Mai für drei Wochen kommen wollen.
Christian arbeitet seit 20 Jahren als Arzt und Pastor an den Flüssen des peruanischen Urwaldes und hat somit sehr viel Erfahrung auf dem Gebiet der Tropenmedizin.

Über zwei Wochen planen wir ein medizinisches und geistliches Programm u.a. mit Hilfe eines Teams von JENGA und Unterstützung des Direktors eines lokalen Health Centers. Da wir so etwas noch nie gemacht haben, ist das eine riesige Herausforderung!

Agnes und Mary beim Herstellen von einer Salbe beim anamed Seminar

Orge hatte letzte Woche die Möglichkeit an einem anamed-Seminar in Semuto, nördlich von Kampala teilzunehmen, das von Martin Ebeling aus Wedel gesponsert und von Samuel Bawala organisiert wurde. Orge fuhr dort zusammen mit zwei Frauen und einem Mann aus unserer Family Group hin, die seit Jahren aktiv sind und auch schon einige Erfahrung mit Heilpflanzen haben. Alle haben sehr davon profitiert und bedanken sich ausdrücklich bei Martin. Wir hoffen, sie werden ihr Wissen in Zukunft in der Gruppe weitergeben.

Wir freuen uns auch, wenn wir von Euch aus Deutschland und sonst wo in der Welt hören.

Vielen Dank für alle Unterstützung und Gebete!

Liebe Grüße
Eure
Antje & Orge

Rundbrief Februar 2019

Liebe Freunde von Amuka!

Diesen Rundbrief schreiben wir während unseres kurzen „Heimataufenthaltes“ in Wedel. Die letzten Wochen in Uganda waren nicht nur „heiß“ in Bezug auf die Trockenzeit, sondern auch die Landfrage und der Bau des Kindergartens kamen in eine heiße Phase. Während wir ja in der 2. Hälfte des letzten Jahres immer wieder lernen mussten, an Gottes Zusagen festzuhalten, Geduld zu haben und nicht zu zweifeln, haben sich nun ganz konkrete Schritte ergeben. Der Landvertrag wurde unterschrieben und die Vermesser waren vor Ort. Nun erfolgt die Überschreibung des Grundstücks an die britisch-ugandische Nichtregierungsorganisation JENGA, von deren Direktor Robby Keen wir schon seit Jahren unterstützt werden und mit der wir in Zukunft enger zusammenarbeiten wollen. Das gibt uns Rechtssicherheit, geistliche und fachliche Unterstützung und Hilfe in administrativen Angelegenheiten. 
Wie das genau aussehen wird, muss in den nächsten Monaten geklärt werden.

Baubesprechung mit Aaron, Robby, Allan und Orge

Die letzten Wochen waren gefüllt mit Meetings mit Robby, sowie dem Pastor Bauunternehmer und Berater Aaron, den wir auch schon lange kennen und Allan, einem jungen Bauingenieur. Es ging darum, die Bauzeichnungen nochmal zu überarbeiten (d.h. vieles zu vereinfachen) und Kosten anzupassen.

Erste Ziegelsteine

Kaum sind wir in Deutschland angekommen, schickte Aaron uns schon erste Fotos von gelieferten Ziegelsteinen und Sand zu, so wie dem Aushub der Latrinen. Diese Arbeiten sollen möglichst vor Einsetzen der Regenzeit erfolgen, wenn schwere Laster nur noch schlecht durchkommen.
Wir haben also Hoffnung, dass der Betrieb des Kindergartens ab dem 2. Term im Mai in eigenen Räumen stattfinden kann!

Zum 1. Term haben wir erstmals Kinder ordentlich mit Anmeldeformular registriert und deutlich gemacht, dass wir die Zahlung der geringen Gebühren erwarten (5€ + 5kg Mais pro Term) und es klappt erstaunlich gut, wenn auch nicht reibungslos.

Innocent unterrichtet in der Vorschule

Wir haben jetzt ca. 50 Kinder in drei Klassen, sowie drei Lehrer. Innocent, der mit Unterstützung eines Sponsoren seine Ausbildung gemacht hat, ist neu dazu gekommen.
In Bezug auf die Patenkinder hat es einige Umbrüche gegeben. Sie waren auf viele verschiedenen Schule verteilt, was es unmöglich machte, sie alle im Auge zu behalten, vor allem in den Stadtschulen. Jetzt unterstützen wir nur noch Kinder auf lokalen Schulen: Einer privaten Grundschule (St Michael) und einer staatlichen Sekundarschule (Kimaluli High).

Kinderprogramm im Bible Club

Das fanden etliche nicht gut, einige sind durch die Neuerungen auch ausgefallen, aber es macht die Zusammenarbeit mit den beiden Schulen viel leichter und es verhindert, dass wohlhabendere Familien um Patenschaften nachfragen, die das zusätzliche Geld gerne nehmen möchten, aber deren Kinder kaum im Dorf leben.
So unterstützen wir vor allem solche Kinder, die ohne die Patenschaft evtl. gar nicht zur Schule gehen würden.
Man muss allerdings auch zugeben, dass lokale Regierungsschulen einfach nicht gut sind: Im letzten Jahr hat an den beiden naheliegenden Grundschulen nicht ein Schüler den Abschluss nach der 7. Klasse bestanden! Bei St. Michael hingegen bestehen in der Regel alle.

Für eine Anzahl Jugendlicher (teils funktionale Analphabeten) benötigen wir zudem Ausbildungskurse im Handwerk. Solche „Vocational Instituts“ sind nicht in direkter Nähe und das Besichtigen der Klassenräume / Werkstätten ist eher ernüchternd.
Bessere Schule an anderen Orten mit Internatsunterbringung sind dann gleich wieder sehr teuer. Bisher haben wir noch keine Lösung gefunden, sind mit Hilfe unseres Mitarbeiters Jonathan aber auf der Suche.

Sehr schön war, dass im Januar vier junge Leute (George, Alex, Collin, Marsden) in Jinja am Nil im Youth Camp „Transformation of the Heart“ waren. Sie kamen alle strahlend und teilweise ganz verändert zurück und erzählten von ihrer erneuerten Beziehung zu Gott als Vater. George hat sich sogar bei seinem Großvater und beim Dorfchef für sein schlechtes Verhalten entschuldigt. Wir hoffen, dass sich die Zeit dort auf ihr Leben nachhaltig auswirkt und ihnen hilft, gute Entscheidungen zu treffen.

Der Sparverein

Unser Bible Club am Samstagvormittag wird sehr gut angenommen, es kommen jeweils gut 100 Kinder und Jugendliche. Es klappt sogar ganz gut, mit dem Beginn um 10:00 Uhr, da wir dann pünktlich den Porridge servieren. Ab März plant Antje mit den Jugendlichen die Themen Sexualität und Beziehungen durchzunehmen, wozu wir von „Teenstar“ gute Arbeits bücher als Vorlage bekommen haben.

Job mit seiner Tante

Auch die „Family Group“ am Freitagnachmittag hat immer mehr Teilnehmer, zuletzt waren es über 60. Am letzten Freitag vor unserer Abreise hatten wir eine Referentin aus den USA, die von ihrem Weg aus der Alkoholabhängigkeit berichtet hat. Das war für alle sehr bewegend und hoffentlich ein Anlass, für den einen oder anderen selbst Veränderung anzustreben. Davis und Jonathan haben eine neue „Saving Group“ (Sparverein) gestartet, die die Teilnehmer dazu anhält etwas Geld zu sparen und sich gegenseitig Kredite zu geben.

Sam mit seiner Mutter

Solche Gruppen sind sehr erfolgreich und helfen den Sparern tatsächlich in finanziellen Engpässen.
Im letzten Rundbrief hatten wir von dem kleinen Job geschrieben, der so unterernährt war. Seine Tante war mit ihm bei einer netten Ärztin zur Beratung, er bekommt von uns regelmäßig Milch – und die Veränderung ist sehr deutlich!


Joshua in seinem neuen Stuhl

Mit Daphins Bruder Sam war Antje in einer Klinik in Mbale, wo seine Wunden von zwei amerikanischen Kinderärztinnen gründlich untersucht wurden und sie vermuteten eine MRSA Infektion. Nach guter Behandlung mit hochwirksamen Medikamenten sieht es viel besser aus. Es bleibt abzuwarten, ob die Erreger ganz verschwunden sind.
Der kleine Joshua mit Hydrozephalus hat einen orthopädischen Stuhl bekommen, so dass er jetzt nicht mehr immer nur auf dem Boden liegen muss.
Als Familie sind wir vor zwei Monaten in Mbale in ein anderes Haus gezogen, dass Robby uns organisiert hat. Dafür sind wir sehr dankbar, denn es liegt günstiger als die Farm, direkt neben Shenays Schule und näher am Stadtzentrum. Außerdem haben wir dort einen sehr netten Wächter, dem es Freude macht, Antje in der Lokalsprache Lugisu zu unterrichten, wozu nur leider meistens die Zeit fehlt.

Rose und Harriet

Anna-Rahel ist weiter damit mit beschäftigt, die Adoption von Harriet voranzutreiben. Leider hat sich endgültig herausgestellt, dass Tabea zu jung ist, um Rose zu adoptieren, so haben wir uns entschieden, das zu tun, da wir sie auf keinen Fall wieder weggeben wollen. Allerdings ist das alles sehr schwierig und es lässt sich überhaupt noch nicht sagen, wie und wann das klappen wird. Es müssen wirklich einige Wunder geschehen!

Mit herzlichem Dank für Eure Unterstützung, ohne die das alles nicht möglich wäre und Dank an alle, die uns treu im Gebet unterstützen!

Eure Orge & Antje

P.S.: Noch ein Nachtrag zum Bau: Wir hatten geplant, erstmal „nur“ ein Gebäude mit zwei Klassenzimmern, die Latrinen und das Wächterhäuschen zu bauen, da wir bisher nicht mehr Geld zusammen haben. Ein weiteres Gebäude mit einem Klassenraum und Büro/Lehrerzimmer sowie die Küche wollen wir später bauen. Heute war Orge bei der Mitgliederversammlung des „Vereins zur Förderung von Kleinprojekten in Entwicklungsländern“ (VFKE), der schon Geld für die Latrinen zugesagt hat. Heute bekamen wir eine weitere Zusage über 8000€ für ein weiteres Klassenzimmer.
Das ist eine große Ermutigung für uns! Vielen Dank, liebe VFKEler!

Rundbrief Dezember 2018

Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen,
dass wir Gottes Kinder heißen sollen –
und wir sind es auch!
1.Joh. 3,
1

Liebe Freunde und Unterstützer von Amuka!

Dadurch, dass wir jetzt ständig vor Ort in Uganda sind, vertiefen sich Beziehungen und wir können auch Anliegen angehen, die mehr Zeit brauchen. Das Schöne ist, dass einige Menschen ihre Sorgen mitteilen und Rat suchen. Oft braucht es „nur“ ein Gespräch, ein Gebet, manchmal müssen Dinge praktisch in Angriff genommen werden. Neulich kam eine 46 jährige Frau zu Antje, deren Mann kaum zu Hause ist und sich mit anderen Frauen herumtreibt. Wenn er dann kommt, überträgt er Geschlechtskrankheiten und sie lebt in der Angst vor HIV und einer weiteren Schwangerschaft. Da gibt es keine einfache Lösung, aber wir konnten darüber sprechen, was evtl. möglich wäre.

Letzte Woche haben Daphine und Carol, zwei unserer Patenkinder, beim Hausputz geholfen und haben hinterher mit Antje Weihnachtssterne gebastelt, zum ersten Mal in ihrem Leben und sie hatten viel Spaß daran. Daphine brachte danach ihren kleinen Bruder mit zum Bible Club, der seit fünf Jahren eine eitrige Wunde am Bein hat. Bisher bekam er nur die üblich ugandische „Behandlung“: Panadol (Paracetamol). Wir versuchen, ihn an einen guten Arzt in der Nähe zu vermitteln.

Janne mit Joshua

Eine Frau kam mit ihrem 3 Monate alten Neffen Job, dessen Mutter bei der Geburt starb. Zuerst hatte der Vater noch Milchpulver gekauft, dann aber aufgehört. Seitdem füttern sie ihn mit Porridge. Wir haben seit zwei Monaten etwas Milchpulver gekauft, damit sie den Brei anreichern kann, aber Job ist mangelernährt und muss auch in die Klinik.
Manchmal kann man medizinisch nicht viel machen, wie bei dem kleinen Joshua der unter Hydrozephalus und schweren Gehirnschäden leidet. Aber es ist für die Familie eine Ermutigung, wenn jemand sich überhaupt kümmert, da sie schon unter dem Stigma einer solchen Behinderung leiden.

Rosemary und Faibe

Letzte Woche haben wir am Pool die Schwestern Faibe und Helen getroffen, die wir nach Missbrauch durch den Vater letztes Jahr in die Obhut von Rosemary und Robert in Mbale gegeben haben, wo sie sicher sind. Es geht den beiden gut und Faibe lernt jetzt langsam auch Lesen und Schreiben, was sie durch die Traumatisierung bisher nicht konnte.

Sehr schön ist, dass wir im Januar vier unserer Jugendlichen nach Jinja zum dreiwöchigen „Youth Camp“ schicken können. Da geht es um innere Heilung und Gott als einen liebenden Vater kennenzulernen, der ganz anders ist als die meisten Väter hier.

Janne, Shenay, Tabea, Samuel mit Rose, Martin,
Thomas, Orge

Kürzlich hatten wir Besuch aus Wedel: Martin Ebeling, der uns schon lange engagiert unterstützt, kam mit seinem Sohn Thomas sowie Samuel zu uns. An einem Tag gab es für die drei großes Programm im Projekt mit Aufführungen der Jugendlichen und Erwachsenen und allerlei Austausch. Am nächsten Tag machten sie mit Orge einen Ausflug zu den Sipi Falls.

Theaterstück zum Thema Alkohol und häusliche
Gewalt

Seit November ist Tabeas Schulfreundin Janne bei uns. Sie ist Kinderkrankenschwester und hilft sehr engagiert in Amuka, mit Straßenkindern in Mbale und in unserer Familie beim Babysitten. Sie ist eine echte Bereicherung für alle!

Die beiden Pflegekinder von Anna-Rahel und Tabea, Harriet und Rose entwickeln sich gut und machen uns viel Freude, aber die rechtlichen Fragen sind natürlich nach wie vor schwierig.

Orge engagiert sich weiter in der Landfrage, die nur zögerlich vorankommt, aber immerhin überhaupt.

Antje hatte seit zwei Monaten Sehstörungen im rechten Auge, die von Ärzten vor Ort nicht richtig diagnostiziert wurden. Nach dem Besuch einer Klinik in Kampala wurde sie notfallmäßig mit der Diagnose „Netzhautablösung“ nach Hamburg geschickt…

Kürzlich hatten wir Besuch aus Wedel: Martin Ebeling, der uns schon lange engagiert unterstützt, kam mit seinem Sohn Thomas sowie Samuel zu uns. An einem Tag gab es für die drei großes Programm im Projekt mit Aufführungen der Jugendlichen und Erwachsenen und allerlei Austausch. Am nächsten Tag machten sie mit Orge einen Ausflug zu den Sipi Falls.
Seit November ist Tabeas Schulfreundin Janne bei uns. Sie ist Kinderkrankenschwester und hilft sehr engagiert in Amuka, mit Straßenkindern in Mbale und in unserer Familie beim Babysitten. Sie ist eine echte Bereicherung für alle!

Die beiden Pflegekinder von Anna-Rahel und Tabea, Harriet und Rose entwickeln sich gut und machen uns viel Freude, aber die rechtlichen Fragen sind natürlich nach wie vor schwierig.

Orge engagiert sich weiter in der Landfrage, die nur zögerlich vorankommt, aber immerhin überhaupt.

Antje hatte seit zwei Monaten Sehstörungen im rechten Auge, die von Ärzten vor Ort nicht richtig diagnostiziert wurden. Nach dem Besuch einer Klinik in Kampala wurde sie notfallmäßig mit der Diagnose „Netzhautablösung“ nach Hamburg geschickt…

Harriet und Rose

Viele Grüße und Gottes Segen aus dem „sommerlichen“ Uganda und herzlichen Dank für alle Unterstützung und Gebete.

Von Anna-Rahel, Tabea, Shenay, Antje und Orge Janne, Shenay, Tabea, Samuel mit Rose, Martin, Thomas, Orge