Rundbrief Februar 2019

Liebe Freunde von Amuka!

Diesen Rundbrief schreiben wir während unseres kurzen „Heimataufenthaltes“ in Wedel. Die letzten Wochen in Uganda waren nicht nur „heiß“ in Bezug auf die Trockenzeit, sondern auch die Landfrage und der Bau des Kindergartens kamen in eine heiße Phase. Während wir ja in der 2. Hälfte des letzten Jahres immer wieder lernen mussten, an Gottes Zusagen festzuhalten, Geduld zu haben und nicht zu zweifeln, haben sich nun ganz konkrete Schritte ergeben. Der Landvertrag wurde unterschrieben und die Vermesser waren vor Ort. Nun erfolgt die Überschreibung des Grundstücks an die britisch-ugandische Nichtregierungsorganisation JENGA, von deren Direktor Robby Keen wir schon seit Jahren unterstützt werden und mit der wir in Zukunft enger zusammenarbeiten wollen. Das gibt uns Rechtssicherheit, geistliche und fachliche Unterstützung und Hilfe in administrativen Angelegenheiten. 
Wie das genau aussehen wird, muss in den nächsten Monaten geklärt werden.

Baubesprechung mit Aaron, Robby, Allan und Orge

Die letzten Wochen waren gefüllt mit Meetings mit Robby, sowie dem Pastor Bauunternehmer und Berater Aaron, den wir auch schon lange kennen und Allan, einem jungen Bauingenieur. Es ging darum, die Bauzeichnungen nochmal zu überarbeiten (d.h. vieles zu vereinfachen) und Kosten anzupassen.

Erste Ziegelsteine

Kaum sind wir in Deutschland angekommen, schickte Aaron uns schon erste Fotos von gelieferten Ziegelsteinen und Sand zu, so wie dem Aushub der Latrinen. Diese Arbeiten sollen möglichst vor Einsetzen der Regenzeit erfolgen, wenn schwere Laster nur noch schlecht durchkommen.
Wir haben also Hoffnung, dass der Betrieb des Kindergartens ab dem 2. Term im Mai in eigenen Räumen stattfinden kann!

Zum 1. Term haben wir erstmals Kinder ordentlich mit Anmeldeformular registriert und deutlich gemacht, dass wir die Zahlung der geringen Gebühren erwarten (5€ + 5kg Mais pro Term) und es klappt erstaunlich gut, wenn auch nicht reibungslos.

Innocent unterrichtet in der Vorschule

Wir haben jetzt ca. 50 Kinder in drei Klassen, sowie drei Lehrer. Innocent, der mit Unterstützung eines Sponsoren seine Ausbildung gemacht hat, ist neu dazu gekommen.
In Bezug auf die Patenkinder hat es einige Umbrüche gegeben. Sie waren auf viele verschiedenen Schule verteilt, was es unmöglich machte, sie alle im Auge zu behalten, vor allem in den Stadtschulen. Jetzt unterstützen wir nur noch Kinder auf lokalen Schulen: Einer privaten Grundschule (St Michael) und einer staatlichen Sekundarschule (Kimaluli High).

Kinderprogramm im Bible Club

Das fanden etliche nicht gut, einige sind durch die Neuerungen auch ausgefallen, aber es macht die Zusammenarbeit mit den beiden Schulen viel leichter und es verhindert, dass wohlhabendere Familien um Patenschaften nachfragen, die das zusätzliche Geld gerne nehmen möchten, aber deren Kinder kaum im Dorf leben.
So unterstützen wir vor allem solche Kinder, die ohne die Patenschaft evtl. gar nicht zur Schule gehen würden.
Man muss allerdings auch zugeben, dass lokale Regierungsschulen einfach nicht gut sind: Im letzten Jahr hat an den beiden naheliegenden Grundschulen nicht ein Schüler den Abschluss nach der 7. Klasse bestanden! Bei St. Michael hingegen bestehen in der Regel alle.

Für eine Anzahl Jugendlicher (teils funktionale Analphabeten) benötigen wir zudem Ausbildungskurse im Handwerk. Solche „Vocational Instituts“ sind nicht in direkter Nähe und das Besichtigen der Klassenräume / Werkstätten ist eher ernüchternd.
Bessere Schule an anderen Orten mit Internatsunterbringung sind dann gleich wieder sehr teuer. Bisher haben wir noch keine Lösung gefunden, sind mit Hilfe unseres Mitarbeiters Jonathan aber auf der Suche.

Sehr schön war, dass im Januar vier junge Leute (George, Alex, Collin, Marsden) in Jinja am Nil im Youth Camp „Transformation of the Heart“ waren. Sie kamen alle strahlend und teilweise ganz verändert zurück und erzählten von ihrer erneuerten Beziehung zu Gott als Vater. George hat sich sogar bei seinem Großvater und beim Dorfchef für sein schlechtes Verhalten entschuldigt. Wir hoffen, dass sich die Zeit dort auf ihr Leben nachhaltig auswirkt und ihnen hilft, gute Entscheidungen zu treffen.

Der Sparverein

Unser Bible Club am Samstagvormittag wird sehr gut angenommen, es kommen jeweils gut 100 Kinder und Jugendliche. Es klappt sogar ganz gut, mit dem Beginn um 10:00 Uhr, da wir dann pünktlich den Porridge servieren. Ab März plant Antje mit den Jugendlichen die Themen Sexualität und Beziehungen durchzunehmen, wozu wir von „Teenstar“ gute Arbeits bücher als Vorlage bekommen haben.

Job mit seiner Tante

Auch die „Family Group“ am Freitagnachmittag hat immer mehr Teilnehmer, zuletzt waren es über 60. Am letzten Freitag vor unserer Abreise hatten wir eine Referentin aus den USA, die von ihrem Weg aus der Alkoholabhängigkeit berichtet hat. Das war für alle sehr bewegend und hoffentlich ein Anlass, für den einen oder anderen selbst Veränderung anzustreben. Davis und Jonathan haben eine neue „Saving Group“ (Sparverein) gestartet, die die Teilnehmer dazu anhält etwas Geld zu sparen und sich gegenseitig Kredite zu geben.

Sam mit seiner Mutter

Solche Gruppen sind sehr erfolgreich und helfen den Sparern tatsächlich in finanziellen Engpässen.
Im letzten Rundbrief hatten wir von dem kleinen Job geschrieben, der so unterernährt war. Seine Tante war mit ihm bei einer netten Ärztin zur Beratung, er bekommt von uns regelmäßig Milch – und die Veränderung ist sehr deutlich!


Joshua in seinem neuen Stuhl

Mit Daphins Bruder Sam war Antje in einer Klinik in Mbale, wo seine Wunden von zwei amerikanischen Kinderärztinnen gründlich untersucht wurden und sie vermuteten eine MRSA Infektion. Nach guter Behandlung mit hochwirksamen Medikamenten sieht es viel besser aus. Es bleibt abzuwarten, ob die Erreger ganz verschwunden sind.
Der kleine Joshua mit Hydrozephalus hat einen orthopädischen Stuhl bekommen, so dass er jetzt nicht mehr immer nur auf dem Boden liegen muss.
Als Familie sind wir vor zwei Monaten in Mbale in ein anderes Haus gezogen, dass Robby uns organisiert hat. Dafür sind wir sehr dankbar, denn es liegt günstiger als die Farm, direkt neben Shenays Schule und näher am Stadtzentrum. Außerdem haben wir dort einen sehr netten Wächter, dem es Freude macht, Antje in der Lokalsprache Lugisu zu unterrichten, wozu nur leider meistens die Zeit fehlt.

Rose und Harriet

Anna-Rahel ist weiter damit mit beschäftigt, die Adoption von Harriet voranzutreiben. Leider hat sich endgültig herausgestellt, dass Tabea zu jung ist, um Rose zu adoptieren, so haben wir uns entschieden, das zu tun, da wir sie auf keinen Fall wieder weggeben wollen. Allerdings ist das alles sehr schwierig und es lässt sich überhaupt noch nicht sagen, wie und wann das klappen wird. Es müssen wirklich einige Wunder geschehen!

Mit herzlichem Dank für Eure Unterstützung, ohne die das alles nicht möglich wäre und Dank an alle, die uns treu im Gebet unterstützen!

Eure Orge & Antje

P.S.: Noch ein Nachtrag zum Bau: Wir hatten geplant, erstmal „nur“ ein Gebäude mit zwei Klassenzimmern, die Latrinen und das Wächterhäuschen zu bauen, da wir bisher nicht mehr Geld zusammen haben. Ein weiteres Gebäude mit einem Klassenraum und Büro/Lehrerzimmer sowie die Küche wollen wir später bauen. Heute war Orge bei der Mitgliederversammlung des „Vereins zur Förderung von Kleinprojekten in Entwicklungsländern“ (VFKE), der schon Geld für die Latrinen zugesagt hat. Heute bekamen wir eine weitere Zusage über 8000€ für ein weiteres Klassenzimmer.
Das ist eine große Ermutigung für uns! Vielen Dank, liebe VFKEler!

Rundbrief Dezember 2018

Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen,
dass wir Gottes Kinder heißen sollen –
und wir sind es auch!
1.Joh. 3,
1

Liebe Freunde und Unterstützer von Amuka!

Dadurch, dass wir jetzt ständig vor Ort in Uganda sind, vertiefen sich Beziehungen und wir können auch Anliegen angehen, die mehr Zeit brauchen. Das Schöne ist, dass einige Menschen ihre Sorgen mitteilen und Rat suchen. Oft braucht es „nur“ ein Gespräch, ein Gebet, manchmal müssen Dinge praktisch in Angriff genommen werden. Neulich kam eine 46 jährige Frau zu Antje, deren Mann kaum zu Hause ist und sich mit anderen Frauen herumtreibt. Wenn er dann kommt, überträgt er Geschlechtskrankheiten und sie lebt in der Angst vor HIV und einer weiteren Schwangerschaft. Da gibt es keine einfache Lösung, aber wir konnten darüber sprechen, was evtl. möglich wäre.

Letzte Woche haben Daphine und Carol, zwei unserer Patenkinder, beim Hausputz geholfen und haben hinterher mit Antje Weihnachtssterne gebastelt, zum ersten Mal in ihrem Leben und sie hatten viel Spaß daran. Daphine brachte danach ihren kleinen Bruder mit zum Bible Club, der seit fünf Jahren eine eitrige Wunde am Bein hat. Bisher bekam er nur die üblich ugandische „Behandlung“: Panadol (Paracetamol). Wir versuchen, ihn an einen guten Arzt in der Nähe zu vermitteln.

Janne mit Joshua

Eine Frau kam mit ihrem 3 Monate alten Neffen Job, dessen Mutter bei der Geburt starb. Zuerst hatte der Vater noch Milchpulver gekauft, dann aber aufgehört. Seitdem füttern sie ihn mit Porridge. Wir haben seit zwei Monaten etwas Milchpulver gekauft, damit sie den Brei anreichern kann, aber Job ist mangelernährt und muss auch in die Klinik.
Manchmal kann man medizinisch nicht viel machen, wie bei dem kleinen Joshua der unter Hydrozephalus und schweren Gehirnschäden leidet. Aber es ist für die Familie eine Ermutigung, wenn jemand sich überhaupt kümmert, da sie schon unter dem Stigma einer solchen Behinderung leiden.

Rosemary und Faibe

Letzte Woche haben wir am Pool die Schwestern Faibe und Helen getroffen, die wir nach Missbrauch durch den Vater letztes Jahr in die Obhut von Rosemary und Robert in Mbale gegeben haben, wo sie sicher sind. Es geht den beiden gut und Faibe lernt jetzt langsam auch Lesen und Schreiben, was sie durch die Traumatisierung bisher nicht konnte.

Sehr schön ist, dass wir im Januar vier unserer Jugendlichen nach Jinja zum dreiwöchigen „Youth Camp“ schicken können. Da geht es um innere Heilung und Gott als einen liebenden Vater kennenzulernen, der ganz anders ist als die meisten Väter hier.

Janne, Shenay, Tabea, Samuel mit Rose, Martin,
Thomas, Orge

Kürzlich hatten wir Besuch aus Wedel: Martin Ebeling, der uns schon lange engagiert unterstützt, kam mit seinem Sohn Thomas sowie Samuel zu uns. An einem Tag gab es für die drei großes Programm im Projekt mit Aufführungen der Jugendlichen und Erwachsenen und allerlei Austausch. Am nächsten Tag machten sie mit Orge einen Ausflug zu den Sipi Falls.

Theaterstück zum Thema Alkohol und häusliche
Gewalt

Seit November ist Tabeas Schulfreundin Janne bei uns. Sie ist Kinderkrankenschwester und hilft sehr engagiert in Amuka, mit Straßenkindern in Mbale und in unserer Familie beim Babysitten. Sie ist eine echte Bereicherung für alle!

Die beiden Pflegekinder von Anna-Rahel und Tabea, Harriet und Rose entwickeln sich gut und machen uns viel Freude, aber die rechtlichen Fragen sind natürlich nach wie vor schwierig.

Orge engagiert sich weiter in der Landfrage, die nur zögerlich vorankommt, aber immerhin überhaupt.

Antje hatte seit zwei Monaten Sehstörungen im rechten Auge, die von Ärzten vor Ort nicht richtig diagnostiziert wurden. Nach dem Besuch einer Klinik in Kampala wurde sie notfallmäßig mit der Diagnose „Netzhautablösung“ nach Hamburg geschickt…

Kürzlich hatten wir Besuch aus Wedel: Martin Ebeling, der uns schon lange engagiert unterstützt, kam mit seinem Sohn Thomas sowie Samuel zu uns. An einem Tag gab es für die drei großes Programm im Projekt mit Aufführungen der Jugendlichen und Erwachsenen und allerlei Austausch. Am nächsten Tag machten sie mit Orge einen Ausflug zu den Sipi Falls.
Seit November ist Tabeas Schulfreundin Janne bei uns. Sie ist Kinderkrankenschwester und hilft sehr engagiert in Amuka, mit Straßenkindern in Mbale und in unserer Familie beim Babysitten. Sie ist eine echte Bereicherung für alle!

Die beiden Pflegekinder von Anna-Rahel und Tabea, Harriet und Rose entwickeln sich gut und machen uns viel Freude, aber die rechtlichen Fragen sind natürlich nach wie vor schwierig.

Orge engagiert sich weiter in der Landfrage, die nur zögerlich vorankommt, aber immerhin überhaupt.

Antje hatte seit zwei Monaten Sehstörungen im rechten Auge, die von Ärzten vor Ort nicht richtig diagnostiziert wurden. Nach dem Besuch einer Klinik in Kampala wurde sie notfallmäßig mit der Diagnose „Netzhautablösung“ nach Hamburg geschickt…

Harriet und Rose

Viele Grüße und Gottes Segen aus dem „sommerlichen“ Uganda und herzlichen Dank für alle Unterstützung und Gebete.

Von Anna-Rahel, Tabea, Shenay, Antje und Orge Janne, Shenay, Tabea, Samuel mit Rose, Martin, Thomas, Orge

Rundbrief Amuka-Projekt Kindergarten Oktober 2017

Liebe AMUKA Freunde,

hier kommt nun, wie von Antje im letzten Rundbrief bereits angekündigt, ein Bericht über das neue Amuka Projekt: eine sogenannte „nursery school“ (Kindergarten).

Nach der Besichtigung und Einschätzung der schulischen Situation der Kinder bei meinem Besuch bei Amuka im vergangenen Jahr, reifte bei uns der Plan, einen Kindergarten zu gründen. Hier sollen die Kinder u.a. auf die Schule vorbereitet werden, um dort erfolgreich mitarbeiten zu können.

Bei meinem Besuch in diesem Sommer sollte eine kleine Gruppe von 10 Kindern auf die Einschulung im Januar vorbereitet und ein bis zwei Erwachsene in der Fortsetzung dieser Vorbereitung geschult werden. Als ich dort eintraf, gab es bereits eine erste Kindergartengruppe mit 50 registrierten Kindern und einem Lehrer.

Was war geschehen? Aus Gründen der Platznot werden in Uganda manche Erzieher während der Schulferien ausgebildet und absolvieren während der Schulzeit ihre praktische Arbeit, d.h. sie arbeiten eigenverantwortlich mit einer Gruppe. So war es Marsden, der auf Iname zuging und sie vor unseren Ferien fragte, ob sie eine Kindergruppe für ihn wüsste. Daraufhin berief Iname ein Elterntreffen ein und die erste Kindergartengruppe war aus der Taufe gehoben. 45 Kinder im Alter von drei bis acht Jahren drängten sich nun auf dem nackten Fußboden des kleinen Versammlungsraumes des Projektes. Eine zum Kochen von Maisbrei für die Kinder engagierte Mutter aus dem Projekt entpuppte sich als Naturtalent und wurde gleich als Assistenz des Lehrers engagiert.
Marsden und Lona leisteten so gute Arbeit, dass sie mit einem Gehalt belohnt und zum Weitermachen ermutigt wurden. In der Kindergartenzeit erlebte man lachende und spielende Kinder, auch wenn die meiste Zeit Schule in afrikanischer Manier im Sinne von Vor- und Nachsprechen stattfand. Ein ganz anderes Bild bietet sich, wenn man durch die Straßen geht und die Kinder überwiegend teilnahmslos herum sitzend oder stehen sieht. Diese Kindergartengruppe ermöglicht den Kindern, eine Zeit lang einen Raum der Sicherheit und der Entspannung zu erleben, in der sie Kind sein dürfen.

Um Kosten zu decken, beschlossen wir – auch im Einvernehmen mit der Dorfobrigkeit – nach den Ferien eine Elternbeteiligung in Höhe von umgerechnet ca. 5 Euro für ein Vierteljahr zu erheben. Dadurch reduzierte sich die Zahl im September auf zunächst 7 Kinder.

Im Herbst reiste ich bereits wieder nach Uganda um herauszufinden, was sich hinter der reduzierten Zahl der Kinder verbarg, um Spielzeug zu bringen, um Gespräche mit dem Lehrer zu führen, der meine Fragen aus der Ferne in afrikanischer Weise nichtssagend oder gar nicht beantwortete und um mir verschiedene andere nursery schools anzusehen. Bei meiner Ankunft schlug mir der Unmut der Dorfbewohner über die Gebühren und der Frust, dass ihre Kinder nun nicht mehr in den Kindergarten gehen könnten, auf vielfältige Weise entgegen. Es wurde ein Komitee gegründet, was die Elternbeteiligung im Einzelfalle regeln sollte. Allen Kindern, die kommen wollten, sollte es ermöglicht werden, wieder teilzunehmen. Die Dankbarkeit war groß und die Erleichterung der Eltern deutlich zu spüren.

Das Lehrpersonal erhielt Verantwortung für das Spielzeug und wurde verpflichtet, auf seine Vollständigkeit sowie sorgsamen Umgang zu achten. Der Lehrer zeigte Einsicht.
Er versprach, zukünftig Fragen zu beantworten und Bitten nachzukommen. Zur Ermutigung und zur Verbesserung der Kommunikation erhielt er ein Ladegerät für das Handy. Der Besuch von drei nursery schools brachte unverhoffte Kontakte und Unterstützung.
In einer Schule in einem Slumviertel erkannte der „operation manager“ in meiner Begleitung Noah einen alten Freund wieder. In einer weiteren Schule erhielten wir durch einen Jugendkreisfreund von Iname die Zusage von Unterstützung und Informationsbeschaffung. Er setzte sich sogar noch eine Nacht lang hin und schrieb ein Exposé seiner Schule als Vorlage für uns. In den wenigen Tagen war es mir nicht nur möglich, alle geplanten Vorhaben in die Tat umzusetzen, sie wurden noch bei weitem übertroffen! Gott spinnt seidene Fäden wie ein Netz und fügt alles wundersam zusammen, besser als wir es uns erträumen. Was die weitere Realisierung des Projektes nursery school anbelangt, sind wir nun auf umfängliche Unterstützung angewiesen für den Bau der Schule, die Gehälter der Lehrkräfte, die Beschulung der
Kinder, Spielzeug…. Wie das gelingen kann ist mir, ehrlich gesagt, vollkommen schleierhaft, auch angesichts der offensichtlichen fehlenden finanziellen Unterstützungsmöglichkeit an Schulgebühren durch die Menschen. Es bleibt uns, abzuwarten, ob sich weiterhin kleine und große Wunder offenbaren.

Viele Grüße Petra Hege

♦ Der Rundbrief zum Herunterladen: Amuka Rundbrief Kindergarten Okbtober 17